Klimaschutz-Konferenz in Leibnitz setzt auf „klimafitte Gemeinden“
- la6098
- 18. Okt. 2024
- 2 Min. Lesezeit

Die beiden Landesrätinnen Simone Schmiedtbauer und Ursula Lackner eröffneten gemeinsam mit dem Leibnitzer Bürgermeister Michael Schumacher die Gemeindekonferenz.
Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich am Donnerstag, dem 17. Oktober zur vierten steirischen Klimaschutz-Gemeindekonferenz in Leibnitz. Im Fokus der Veranstaltung stand das Thema „klimafitte Gemeinden" – ein zentrales Anliegen der steirischen Landesregierung, das sich mit den Herausforderungen und Chancen der Klimawandelanpassung auf kommunaler Ebene auseinandersetzt.
Die Konferenz wurde feierlich von Landesrätin Ursula Lackner, Nachhaltigkeitslandesrätin Simone Schmiedtbauer und dem Leibnitzer Bürgermeister Michael Schumacher eröffnet. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren zahlreiche Gemeindevertreterinnen und -vertreter, die sich im Rahmen der Veranstaltung über neue Impulse und praxisnahe Lösungen austauschten.
Gemeinden als Schlüsselakteure im Klimaschutz
„Nachhaltigkeit und Klimaschutz beginnen in den Gemeinden“, betonte Landesrätin Schmiedtbauer. „Unsere Verantwortungsträgerinnen und -träger vor Ort sind die treibende Kraft auf dem Weg zu einer grüneren, nachhaltigeren Zukunft.“ Ursula Lackner ergänzte: „Mit dem Gemeindeservice für Energie und Klima unterstützen wir die steirischen Kommunen aktiv dabei, innovative und nachhaltige Projekte umzusetzen, die den lokalen Klimaschutz voranbringen.“
Die Konferenz diente als Plattform für den Austausch zu Themen wie CO₂-Bilanzierung, Blackout-Vorsorge und die Nutzung von Photovoltaikanlagen zur Energiewende und Extremwettersicherung. Hans Peter Hutter von der MedUni Wien hob in seinem Keynote-Vortrag die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels hervor und sensibilisierte die Anwesenden für die Dringlichkeit einer umfassenden Anpassungsstrategie.
Erfolge und Auszeichnungen: Steirische Gemeinden als Vorreiter
Im Rahmen der Konferenz wurden vier steirische Gemeinden für ihre vorbildliche Klimaschutzarbeit ausgezeichnet:
- Die Stadtgemeinden Spielberg und Weiz feierten ihr 30-jähriges Jubiläum als Klimabündnis-Gemeinden und wurden für ihre langjährige Arbeit im größten kommunalen Klimaschutznetzwerk geehrt.
- Feldkirchen bei Graz erhielt bei seiner ersten Zertifizierung im e5-Programm zwei „e"s für herausragende Leistungen im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz.
- Die Stadtgemeinde Liezen wurde bei ihrer fünften Auditierung für ihren vorbildlichen Einsatz mit vier „e"s ausgezeichnet und zählt somit zu den Vorreitern in Europa.
Das e5-Programm unterstützt Gemeinden dabei, ihre Klimaschutzziele strukturiert und nachhaltig zu erreichen. Die teilnehmenden Gemeinden profitieren von einem umfassenden Maßnahmenpaket, das ihnen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität 2040 zur Seite steht.
Vier Millionen Euro Fördermittel für kommunale Klimaprojekte
Um die Umsetzung klimafreundlicher Projekte zu erleichtern, hat das Land Steiermark in den letzten Jahren mehrere Förderprogramme entwickelt. Zuletzt wurden vier Millionen Euro für Projekte bereitgestellt, die von der Energiewende über Klimaanpassungsmaßnahmen bis hin zur E-Mobilität reichen. Diese Unterstützung trägt maßgeblich dazu bei, dass steirische Gemeinden als Vorbilder im Klimaschutz agieren.
„Die Resonanz und der Erfolg der Förderprogramme sprechen für sich. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Projekte in den steirischen Gemeinden realisiert werden", so Landesrätin Lackner.
Die Klimaschutz-Gemeindekonferenz in Leibnitz verdeutlichte erneut, dass die Gemeinden eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen und durch ihre innovativen Ansätze und Lösungen die Zukunft nachhaltig gestalten können.
Fotocredits: "Energie Agentur Steiermark/Foto Meieregger"